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Stell dir vor, du zerreisst ein Blatt Papier immer weiter. Irgendwann geht es nicht mehr kleiner. Die kleinste Baueinheit eines Stoffes heisst Teilchen. Teilchen sind so klein, dass man sie nicht sehen kann. Darum benutzen wir ein Modell: eine vereinfachte Vorstellung, mit der wir Beobachtungen erklären und Vorhersagen (Hypothesen) machen können.
Man gibt einen Kristall Kaliumpermanganat (violett) in ein Glas kaltes und ein Glas heisses Wasser. Beobachtung: Im heissen Wasser verteilt sich die Farbe viel schneller. Erklärung: Im heissen Wasser bewegen sich die Teilchen schneller und stossen die Farbstoffteilchen schneller durch das ganze Glas. Das selbstständige Vermischen durch Teilchenbewegung nennt man Diffusion.
In der Chemie schauen wir immer auf zwei Ebenen: Was sehe ich im Labor (Laborebene, makroskopisch)? Und wie erkläre ich das mit Teilchen (Teilchenebene)?
| Zustand | Laborebene (was man sieht) | Teilchenebene (Erklärung) |
|---|---|---|
| fest | feste Form, nicht komprimierbar | feste Anordnung, Teilchen berühren sich, starke Anziehungskräfte, schwingen nur am Ort |
| flüssig | keine feste Form (nimmt Form des Gefässes an), nicht komprimierbar | Teilchen berühren sich, sind aber gegeneinander verschiebbar, mittlere Anziehungskräfte |
| gasförmig | keine feste Form, füllt jeden Raum, komprimierbar | grosse Abstände, Teilchen berühren sich nicht, (fast) keine Anziehungskräfte, schnelle Bewegung |
FrageWarum kann man Luft in einer Pumpe zusammendrücken, einen Stein aber nicht? (Blatt S. 15, Aufgabe 3)
In einem Gas sind die Teilchen weit voneinander entfernt, dazwischen ist viel leerer Raum. Beim Drücken rücken die Teilchen näher zusammen. Im Feststoff berühren sich die Teilchen schon. Es gibt keinen Platz mehr, also kann man ihn nicht zusammendrücken.
FrageWas ist ein Modell, und warum braucht man es?
Ein Modell ist eine vereinfachte Vorstellung der Wirklichkeit. Teilchen kann man nicht sehen. Mit dem Teilchenmodell kann man trotzdem Beobachtungen erklären (z.B. warum Gase komprimierbar sind) und Vorhersagen machen.
Wenn man ein Gemisch immer weiter trennt, erhält man Reinstoffe. Manche Reinstoffe kann man durch chemische Reaktionen noch weiter zerlegen. Geht das nicht mehr, ist es ein Element (elementarer Reinstoff). Seine Teilchen sind Atome.
Kleinste Teilchen, die man mit chemischen Methoden nicht weiter zerlegen kann. Ein Element besteht aus einer Atomsorte. Jede Atomsorte hat ein Elementsymbol (H, O, N, Fe …). Alle stehen im Periodensystem (PSE).
Abgeschlossene Gruppen aus 2 oder mehr Atomen, die fest verbunden sind. Beispiele: O₂, N₂, CO₂ (Luft), Ethanol C₂H₅OH, Zucker C₆H₁₂O₆.
Atome oder Atomgruppen mit elektrischer Ladung. Positiv = Kation, negativ = Anion. Im festen Zustand bilden sie Ionengitter (z.B. Kochsalz: Na⁺ und Cl⁻).
FrageOrdne zu: N₂, Fe, Na⁺, C₆H₁₂O₆, Cl⁻, He.
Atome: Fe, He · Moleküle: N₂, C₆H₁₂O₆ · Ionen: Na⁺ (Kation), Cl⁻ (Anion).
FrageIst ein Element ein Reinstoff oder ein Gemisch?
Ein Reinstoff, und zwar einer, der sich chemisch nicht mehr zerlegen lässt. Er besteht aus nur einer Atomsorte.
Ob ein Stoff fest, flüssig oder gasförmig ist, hängt von der Temperatur ab (und vom Druck). Beim Erwärmen bekommen die Teilchen Energie: Sie bewegen sich stärker und überwinden die Anziehungskräfte.
| Übergang | Von → Nach | Alltagsbeispiel |
|---|---|---|
| Schmelzen | fest → flüssig | Eis schmilzt |
| Erstarren | flüssig → fest | Wasser gefriert im Tiefkühler |
| Verdampfen / Sieden | flüssig → gasförmig | Wasser kocht im Wasserkocher |
| Kondensieren | gasförmig → flüssig | Beschlagener Spiegel nach dem Duschen |
| Sublimieren | fest → gasförmig | Trockeneis „raucht“, Iod beim Erwärmen |
| Resublimieren | gasförmig → fest | Raureif an kalten Morgen |
FrageWie heisst der Übergang, wenn sich im Winter an einer Fensterscheibe Eisblumen direkt aus Wasserdampf bilden?
Resublimieren (gasförmig → fest).
Wir nehmen 1 kg Eis und führen gleichmässig Wärme zu (ΔQ in kJ). Auf der y-Achse steht die Temperatur in Kelvin. Umrechnen: T(K) = ϑ(°C) + 273.15 → 273.15 K = 0 °C, 373.15 K = 100 °C.
| Abschnitt | ΔQ (kJ) | Was passiert? |
|---|---|---|
| Eis wird wärmer | 0 – 85 | Temperatur steigt bis 273 K. Die Teilchen schwingen stärker. |
| Schmelzen (Plateau) | 85 – 419 | Temperatur bleibt bei 273 K. Schmelzwärme = 334 kJ/kg. |
| Wasser wird wärmer | 419 – 837 | Temperatur steigt von 273 K auf 373 K (418 kJ = 4.18 kJ/kg·K × 100 K). |
| Sieden (Plateau) | 837 – 3094 | Temperatur bleibt bei 373 K. Verdampfungswärme = 2257 kJ/kg. |
| Dampf wird wärmer | > 3094 | Temperatur steigt wieder. |
Aufgabe 1Erläutern Sie mit Hilfe des Teilchenmodells das Diagramm.
Bis 273 K (fest): Die Wassermoleküle sitzen fest im Eisgitter und schwingen nur am Ort. Die zugeführte Energie lässt sie stärker schwingen → Temperatur steigt.
Bei 273 K (Schmelzen): Die Energie wird gebraucht, um die starken Anziehungskräfte im Gitter zu lösen. Die Teilchen werden verschiebbar → flüssig.
273 K bis 373 K (flüssig): Die Teilchen bewegen sich schneller → Temperatur steigt.
Bei 373 K (Sieden): Die Energie wird gebraucht, um die Anziehungskräfte ganz zu überwinden. Die Teilchen lösen sich voneinander → gasförmig.
Über 373 K: Die Gasteilchen fliegen immer schneller → Temperatur steigt.
Aufgabe 2Erläutern Sie, warum am Schmelz- und Siedepunkt trotz Wärmezufuhr die Temperatur zunächst nicht weiter ansteigt.
Die zugeführte Energie wird nicht dafür gebraucht, die Teilchen schneller zu machen, sondern um die Anziehungskräfte zwischen den Teilchen zu überwinden. Die Temperatur ist ein Mass für die Bewegung der Teilchen. Weil die Bewegung nicht schneller wird, bleibt die Temperatur gleich, bis alle Teilchen den Zustand gewechselt haben. Diese Energie heisst Schmelzwärme (334 kJ/kg) bzw. Verdampfungswärme (2257 kJ/kg).
ZusatzfrageWarum ist das Plateau beim Sieden viel länger als beim Schmelzen?
Beim Schmelzen werden die Anziehungskräfte nur gelockert (die Teilchen berühren sich weiter). Beim Sieden müssen sie ganz überwunden werden, die Teilchen trennen sich vollständig. Dafür braucht es fast 7-mal so viel Energie (2257 statt 334 kJ/kg).
ZusatzfrageRechne um: 300 K in °C und 37 °C in K.
300 − 273.15 = 26.85 °C. 37 + 273.15 = 310.15 K.
Wasser siedet erst bei 100 °C. Trotzdem trocknen Pfützen im Sommer schnell, und aus dem Wasserkocher kommt schon bei 90 °C Dampf. Warum?
Ein Tropfen Aceton auf die Haut. Körpertemperatur 36 °C, Siedepunkt Aceton 56 °C.
Beobachtungen: Es fühlt sich kühl an. Das Aceton verschwindet schnell (es verdunstet). Die Haut wird kurz weiss mit Rand (Aceton entzieht der Haut Fett und Wasser).
Schlussfolgerung: Eine Flüssigkeit kann schon deutlich unter dem Siedepunkt verdampfen (= verdunsten). Die schnellsten Teilchen an der Oberfläche überwinden die Anziehungskräfte und gehen in die Luft. Sie nehmen dabei Energie mit, deshalb wird die Haut kalt (Verdunstungskälte, wie beim Schwitzen).
FrageWarum friert man, wenn man nass aus dem Schwimmbad kommt?
Das Wasser auf der Haut verdunstet. Dabei verlassen die schnellsten (energiereichsten) Teilchen die Oberfläche. Die Energie dafür wird der Haut entzogen → Verdunstungskälte.
FrageWas bedeutet „hohe relative Luftfeuchte“ (schwül)?
In der Luft sind schon viele Wasserteilchen (Wasserdampf). Dann verdunstet Schweiss schlecht, man fühlt sich klebrig und warm.
Die Teilchen bewegen sich ungeordnet und nicht alle gleich schnell. Bei einer bestimmten Temperatur gibt es langsame, mittlere und sehr schnelle Teilchen. Darum können einzelne schnelle Teilchen schon unter dem Siedepunkt aus der Flüssigkeit entkommen (siehe Kapitel 5). Maxwell und Boltzmann haben diese Verteilung untersucht.
Auftrag 1Lesen Sie die häufigste Geschwindigkeit bei T = 0 °C ab.
Das Maximum der Kurve liegt bei ca. 400 m/s.
Auftrag 2Bestimmen Sie den Anteil der N₂-Teilchen, die diese Geschwindigkeit besitzen.
Ca. 2 ‰ (2 Promille = 0.2 %) pro m/s. Also nur 2 von 1000 Teilchen sind genau so schnell (±0.5 m/s).
Auftrag 3Beschreiben Sie die Änderung der Geschwindigkeit mit zunehmender Temperatur.
Mit steigender Temperatur werden die Teilchen im Durchschnitt schneller: das Maximum wandert nach rechts. Die Kurve wird flacher und breiter: Die Geschwindigkeiten sind stärker verteilt, und weniger Teilchen haben genau dieselbe Geschwindigkeit. Die Fläche unter der Kurve bleibt gleich (es sind ja immer alle Teilchen = 100 %).
Auftrag (Abb. 2)Stellen Sie eine Hypothese für die unterschiedlichen Geschwindigkeitsverteilungen von Cl₂, N₂ und H₂ bei gleicher Temperatur auf. (Tipp: In welchen Kriterien unterscheiden sich die kleinsten Teilchen?)
Hypothese: Die Geschwindigkeit hängt von der Masse der Teilchen ab. Schwere Teilchen sind bei gleicher Temperatur langsamer, leichte schneller. Cl₂ (71 u) ist am schwersten → am langsamsten, schmale hohe Kurve. H₂ (2 u) ist am leichtesten → am schnellsten, flache breite Kurve.
Wie erkennt man einen Stoff wieder? An seinen Eigenschaften. Es gibt vier Gruppen:
Geruch, Geschmack, Aussehen, Farbe, Beschaffenheit (Tasten). Subjektiv heisst: jeder Mensch nimmt es etwas anders wahr.
Messbar, und die Messung verändert den Stoff nicht. Dichte, elektrische Leitfähigkeit, Wärmeleitfähigkeit, Magnetismus, Löslichkeit, Viskosität (Zähflüssigkeit), Schmelz- und Siedetemperatur, Farbe (gemessen).
Experimentell bestimmbar, aber die Untersuchung verändert den Stoff. Brennbarkeit, sauer/alkalisch/neutral, brandfördernd (Stoffe, die Sauerstoff abgeben), Verkohlung.
Verhalten in Lebewesen und Umwelt: Giftigkeit, Drogenwirkung, Medikamentenwirkung, Anreicherung in der Umwelt.
Frage (S. 15, Aufg. 4)Ein Metalllöffel fühlt sich anders an als ein Plastiklöffel, wenn man damit heissen Tee umrührt. Erklären Sie.
Metall hat eine hohe Wärmeleitfähigkeit: Die Teilchen geben die Bewegung (Wärme) schnell weiter, der Griff wird heiss. Kunststoff leitet Wärme schlecht, er isoliert. Der Griff bleibt kühl. Wärmeleitfähigkeit ist eine physikalische Eigenschaft.
FrageWarum ist „Geschmack“ für Chemiker keine gute Eigenschaft zum Erkennen eines Stoffes?
Weil sie subjektiv ist (jeder schmeckt anders) und weil viele Laborstoffe giftig sind. Im Labor wird nie probiert!
Die Dichte sagt, wie viel Masse in einem bestimmten Volumen steckt. Sie ist eine zusammengesetzte Grösse (aus Masse und Volumen).
ρ = m / V m = ρ · V V = m / ρ
ρ heisst „Rho“ (in der Chemie auch d). Einheit in der Chemie: g/cm³ (= g/ml). In der Physik (SI): kg/m³.
1 m³ = 100 cm · 100 cm · 100 cm = 1 000 000 cm³ und 1 kg = 1000 g.
1 kg/m³ = 1000 g / 1 000 000 cm³ = 0.001 g/cm³
→ kg/m³ durch 1000 = g/cm³. Beispiel Aluminium: 2700 kg/m³ = 2.7 g/cm³.
| Stoff | ρ in g/cm³ | Stoff | ρ in g/cm³ |
|---|---|---|---|
| Ethanol | 0.789 | Zink | 7.14 |
| Benzin / Heptan | ≈ 0.70 | Zinn | 7.29 |
| Eis | 0.92 | Eisen | 7.87 |
| Wasser (4 °C) | 1.00 | Kupfer | 8.96 |
| Speiseöl | ≈ 0.92 | Blei | 11.3 |
| Aluminium | 2.70 | Quecksilber | 13.55 |
| Beton | ≈ 2.35 | Wolfram / Gold | 19.3 |
AufgabeEin Wolfram-Würfel, ein Aluminium-Würfel und 1 kg Wasser wiegen je 1 kg. Was fällt beim Hochheben auf?
Alle sind gleich schwer (gleiche Masse), aber das Volumen ist ganz verschieden. Wolfram ist winzig (1000 g : 19.3 g/cm³ ≈ 52 cm³, ein Würfel von ca. 3.7 cm), Aluminium grösser (≈ 370 cm³), Wasser am grössten (1000 cm³ = 1 Liter). Je grösser die Dichte, desto kleiner das Volumen bei gleicher Masse.
AufgabeWie ändern sich Masse, Volumen und Dichte von Quecksilber im Thermometer, wenn es wärmer wird?
Masse: bleibt gleich. Volumen: wird grösser (Teilchen bewegen sich stärker und brauchen mehr Platz → die Säule steigt). Dichte: wird kleiner (gleiche Masse in mehr Volumen).
AufgabeWie bestimmt man die Dichte eines unregelmässigen Körpers mit Waage, Messzylinder, Wasser und Faden?
AufgabeBerechne die Dichte des Körpers aus dem Praktikum: m = 50 g, V = 7 cm³. Welches Material?
ρ = 50 g / 7 cm³ = 7.14 g/cm³ → das passt genau zu Zink (7.14 g/cm³). (Im Blatt stand 7.15, das ist richtig gerundet nahe dran.)
Aufgabe 1Bestimmen Sie die Dichte von Wasser und Ethanol mit Waage und Messzylinder. Vorgehen?
Leeren Messzylinder wiegen. Flüssigkeit einfüllen (z.B. 50 ml), Volumen genau ablesen (Meniskus!), wieder wiegen. Masse = Differenz der beiden Wägungen. Dann ρ = m/V. Ergebnis: Wasser ≈ 1.00 g/cm³, Ethanol ≈ 0.789 g/cm³.
Aufgabe 2Mit dem Aräometer wird bei einer Ethanol-Wasser-Mischung 0.91 g/cm³ gemessen. Ethanolgehalt? Welches Prinzip nutzt das Aräometer?
Laut Dichtetabelle ca. 52 Gewichts-% Ethanol. Das Aräometer nutzt den Auftrieb (Prinzip von Archimedes): Es sinkt so weit ein, bis es so viel Flüssigkeit verdrängt hat, wie es selbst wiegt. In einer Flüssigkeit mit hoher Dichte schwimmt es höher, bei niedriger Dichte taucht es tiefer ein.
Aufgabe 1aErläutern Sie den Begriff Dichte. Berechnen Sie die Masse an Quecksilber, wenn ein 250-ml-Behälter vollständig gefüllt ist.
Dichte = Masse pro Volumen (wie viel Masse steckt in 1 cm³). Quecksilber: ρ = 13.55 g/cm³, V = 250 ml = 250 cm³.
m = ρ · V = 13.55 g/cm³ · 250 cm³ = 3387.5 g ≈ 3.4 kg
Ein kleines Glas Quecksilber wiegt also so viel wie 3.4 Liter Wasser!
Aufgabe 1bWarum mussten die Schüler aus dem Klassenraum evakuiert werden?
Quecksilber verdunstet schon bei Zimmertemperatur (siehe Kapitel 5). Die Dämpfe sind sehr giftig und man sieht und riecht sie nicht. Verschüttetes Quecksilber zerfällt in viele kleine Kügelchen mit grosser Oberfläche, die sich in Ritzen am Boden verteilen und dort weiter verdunsten.
Physik-Aufgabe (Heft S. 26)Eine Betonwand hat V = 10.4 m³, der Beton hat ρ = 2345 kg/m³. Welche Masse hat der Beton? Siehe Lösung in Kapitel 16.
| Stoff | Formel | Geruch | Wo im Alltag? |
|---|---|---|---|
| Essigsäure | CH₃COOH | sauer, stechend | Speiseessig |
| Ammoniak | NH₃ | sehr stechend, beissend, reizt die Augen | Putzmittel, früher Riechfläschchen gegen Ohnmacht |
| Essigsäure-Ethylester (Ethylacetat) | CH₃COOC₂H₅ | süsslich, fruchtig, lösungsmittelartig | Nagellackentferner, Klebstoff, Lacke |
FrageNennen Sie eine Tierart, die viel besser riecht als der Mensch.
Der Hund (ca. 200 Millionen Riechzellen, der Mensch nur ca. 5–10 Millionen). Auch Bienen, Haie oder Bären riechen sehr gut.
Frage (S. 15, Aufg. 2)Beim Zubereiten von Salat breitet sich Essiggeruch in der Küche aus. Erklären Sie mit dem Teilchenmodell.
Essigsäureteilchen an der Oberfläche verdunsten (gehen in den gasförmigen Zustand über). Die Gasteilchen bewegen sich ständig und ungeordnet und stossen mit Luftteilchen zusammen. So verteilen sie sich von selbst im ganzen Raum (Diffusion). Einige gelangen in unsere Nase.
Aromen A–DBeschreibe die Aromastoffe so, dass du sie wiedererkennst.
Deine Notizen: Orange/Mango-artig, Eukalyptus, Gewürznelke, „Zahnarzt / Hustenbonbon“. Gut zu wissen: Der typische Zahnarzt-Geruch kommt von Eugenol aus der Gewürznelke. Eukalyptus und Menthol riechen kühl und frisch (Hustenbonbons). Wichtig ist, möglichst genau zu beschreiben (süss, scharf, frisch, holzig …).
Im Versuch wurden fünf Stoffe zuerst mit Wasser und dann zusätzlich mit Benzin (Heptan) geschüttelt.
| Stoff | nach Wasserzugabe | nach Benzinzugabe |
|---|---|---|
| Sudanrot (Farbstoff) | kaum löslich, leichte Färbung | löslich, Benzinschicht rot |
| Kerzenwachs | nicht löslich | etwas löslich, trüb |
| Iod | kaum löslich, leicht gelb-braun | löslich, Benzinschicht violett |
| Kochsalz | löslich | nicht löslich (bleibt im Wasser) |
| Speiseöl | nicht löslich, trennt sich wieder | gut löslich |
BeobachtungWarum liegt das Benzin als Schicht über dem Wasser?
Benzin und Wasser mischen sich nicht (heterogen, 2 Phasen). Benzin hat eine kleinere Dichte (≈ 0.7 g/cm³) als Wasser (1.0 g/cm³), darum schwimmt es oben.
Aufgabe 1Welche Stoffe lösen sich besser in Wasser und welche besser in Benzin?
Wasser: Kochsalz. Benzin: Sudanrot, Kerzenwachs, Iod, Speiseöl (also alle ausser Kochsalz).
Aufgabe 1bIst Wasser oder Benzin das bessere Lösungsmittel? Begründen Sie.
In diesem Versuch hat Benzin mehr Stoffe gelöst (4 von 5). Allgemein gibt es aber kein „besseres“ Lösungsmittel. Es hängt immer davon ab, welcher Stoff gelöst werden soll: Wasser für wasserähnliche Stoffe, Benzin für fettähnliche.
Aufgabe 2Wie könnte man die Stoffeigenschaft Löslichkeit definieren? Welche Zusatzangaben braucht es zwingend?
Löslichkeit = die maximale Masse eines Stoffes, die sich in einer bestimmten Menge Lösungsmittel lösen lässt (z.B. g pro 100 g Wasser oder g pro Liter).
Zwingende Zusatzangaben: 1. welches Lösungsmittel, 2. welche Temperatur (bei Gasen auch der Druck).
Beispiel: Kochsalz: 35.9 g in 100 g Wasser bei 20 °C.
Aufgabe 3Planen Sie ein Experiment zur Bestimmung der Löslichkeit (wie ein Kochrezept).
Eine Phase ist ein Bereich mit überall gleicher Stoffzusammensetzung.
Nur eine Phase, auch im Mikroskop sieht alles gleich aus. Beispiel: Salzwasser.
Mindestens zwei Phasen, eventuell erst im Mikroskop sichtbar. Beispiel: Pfeffer + Salz (weisse Kristalle + schwarze Punkte).
| Zustand | Name | Beispiele |
|---|---|---|
| fest | Legierung | Messing (Kupfer + Zink), Bronze, Stahl |
| flüssig (Flüssigkeit mit gelöstem Feststoff/Flüssigkeit/Gas) | Lösung | Salzwasser, Zuckerwasser, „Pseudowein“ (Ethanol + Wasser), Mineralwasser (CO₂) |
| gasförmig | Gasgemisch | Luft (Stickstoff, Sauerstoff …) |
| Zustand der Phasen | Name | Beispiele |
|---|---|---|
| fest in fest | Gemenge | Gestein (Granit), Meersand, Müesli |
| fest in flüssig | Suspension | Schlammwasser, Wandfarbe, Orangensaft mit Fruchtfleisch |
| fest in gasförmig | Rauch | Zigarettenrauch, Staub in der Luft |
| flüssig in flüssig | Emulsion | Handcreme, Salatdressing, Milch |
| flüssig in gasförmig | Nebel (Aerosol) | Nebel, Haarspray, Spraydose |
| gasförmig in fest | fester Schaum (porös) | Styropor, Kork, Bimsstein |
| gasförmig in flüssig | Schaum | Rasierschaum, Schlagrahm, Bierschaum |
Jedes Bild zeigt einen stark vergrösserten Ausschnitt. Die Hintergrundfarbe zeigt den Stoff, in dem etwas verteilt ist. Die Formen zeigen, was darin verteilt ist.
fest (eckige Körner) flüssig (runde Tröpfchen) gasförmig (leere Blasen)
| Aus dem Alltag | Was in was? | homogen / heterogen | Name |
|---|---|---|---|
| Tee (ohne Blätter), Essig, Sirup | Stoffe gelöst in Wasser | homogen | Lösung |
| Cola in der geschlossenen Flasche | Zucker und CO₂ gelöst in Wasser | homogen | Lösung |
| Cola im Glas mit Bläschen | Gasblasen in Flüssigkeit | heterogen | Schaum (Gas in flüssig) |
| Goldschmuck (750er Gold), 5-Rappen-Stück | Metalle ineinander | homogen | Legierung |
| Erdgas, Atemluft in der Taucherflasche | Gase ineinander | homogen | Gasgemisch |
| Beton, Erde, Studentenfutter | Feststoffe nebeneinander | heterogen | Gemenge |
| Blut, Zahnpasta, Kakaogetränk | feste Teilchen in Flüssigkeit | heterogen | Suspension |
| Russ aus dem Kamin, Feinstaub | feste Teilchen in Luft | heterogen | Rauch |
| Mayonnaise, Sonnencrème, Vinaigrette | Tröpfchen in Flüssigkeit | heterogen | Emulsion |
| Wolken, Dampf über der Pfanne, Deospray | Tröpfchen in Luft | heterogen | Nebel (Aerosol) |
| Brot, Schwamm, Schaumstoff-Matratze | Gasblasen in Feststoff | heterogen | fester Schaum |
| Badeschaum, Meringue-Masse (Eischnee) | Gasblasen in Flüssigkeit | heterogen | Schaum |
ÜbungBestimme die Gemischart: a) Sirup b) Wolke c) Bimsstein d) Bronze e) Ölfarbe mit Farbpulver f) Russ in der Luft g) Vinaigrette h) Bierschaum.
a) Lösung · b) Nebel (Aerosol) · c) fester Schaum · d) Legierung · e) Suspension · f) Rauch · g) Emulsion · h) Schaum.
ÜbungEin Glas Wasser mit Sand und Salz wird umgerührt. Welche Gemischarten liegen vor?
Das Salz löst sich → Lösung (homogen). Der Sand löst sich nicht → Suspension (heterogen). Insgesamt ist das Glas ein heterogenes Gemisch, weil man zwei Phasen erkennt (Sand und Salzwasser).
ÜbungWie viele Phasen hat ein Glas mit Wasser, Öl und einem Eiswürfel?
Drei: Öl (flüssig), Wasser (flüssig), Eis (fest). Wasser und Eis sind derselbe Stoff, aber zwei verschiedene Phasen.
ÜbungWoran erkennst du ohne Mikroskop, ob eine Flüssigkeit eine Lösung oder eine Suspension/Emulsion ist?
Eine Lösung ist klar (durchsichtig), und es setzt sich nichts ab. Suspensionen und Emulsionen sind trüb. Bei einer Suspension setzen sich die Teilchen mit der Zeit am Boden ab, eine Emulsion trennt sich in zwei Schichten.
Frage (S. 15, Aufg. 5)Ist Vollmilchschokolade ein Reinstoff oder ein Gemisch? Klassifizieren Sie vollständig und begründen Sie.
Ein Gemisch, denn sie besteht aus mehreren Stoffen: Zucker, Kakaomasse, Kakaobutter, Milchpulver. Genauer: ein heterogenes Gemisch, denn unter dem Mikroskop erkennt man feine feste Zucker-, Kakao- und Milchteilchen in der Kakaobutter (fest in fest → Gemenge). Mit blossem Auge sieht sie gleichmässig aus, das täuscht.
FrageIst Leitungswasser ein Reinstoff?
Nein. Leitungswasser enthält gelöste Mineralstoffe (z.B. Kalk) und Gase. Es ist ein homogenes Gemisch (Lösung). Nur destilliertes Wasser ist (fast) ein Reinstoff.
Crèmes und Lotionen sind Emulsionen: feinste Tröpfchen einer Flüssigkeit in einer anderen, die sich eigentlich nicht mischen (Wasser und Öl). Wassergehalt 30–80 %. Emulsionen sind meist milchig-trüb (Tröpfchen 1–100 µm).
Öltröpfchen im Wasser. Häufigster Typ, wie der Schutzfilm der Haut. Zieht gut ein, mit Wasser verdünnbar. Beispiele: Handcreme, Bodylotion, Milch.
Wassertröpfchen im Öl. Fettreich, gibt auf Papier einen durchscheinenden Fettfleck. Beispiele: Babycrème, Butter, Sonnencrème für Skifahrer.
Wasser und Öl allein entmischen sich schnell wieder. Ein Emulgator macht die Emulsion stabil. Ein Emulgator-Molekül hat zwei Teile:
Wasserteilchen ziehen sich gegenseitig sehr stark an. Ölteilchen ziehen Wasserteilchen kaum an. Die Wasserteilchen bleiben darum lieber unter sich und drängen das Öl hinaus. Das Öl sammelt sich und schwimmt oben, weil es die kleinere Dichte hat (≈ 0.92 g/cm³).
| Beispiel | Typ | Emulgator | Gut zu wissen |
|---|---|---|---|
| Milch, Rahm | O/W | Milcheiweiss (Casein) | Fetttröpfchen ca. 1 µm. Bei frischer Milch steigt das Fett langsam auf: sie „rahmt auf“. |
| Mayonnaise | O/W | Lecithin aus dem Eigelb | Besteht zu ca. 80 % aus Öl und ist trotzdem O/W! Das Öl muss tropfenweise eingerührt werden. |
| Salatsauce mit Senf | O/W | Stoffe aus dem Senf | Ohne Senf trennt sich die Sauce nach einer Minute, mit Senf bleibt sie cremig. |
| Butter | W/O | Milcheiweiss, Lecithin | Ca. 82 % Fett mit feinen Wassertröpfchen. Entsteht aus Rahm (O/W) durch Schlagen: Die Emulsion „kippt um“. |
| Margarine | W/O | Lecithin (E 322), E 471 | Auf der Zutatenliste steht das Wort „Emulgator“. |
| Handcrème, Bodylotion | O/W | z.B. Tegomuls | Zieht schnell ein, fühlt sich leicht an. |
| Babycrème, Melkfett, wasserfeste Sonnencrème | W/O | fettlösliche Emulgatoren | Fettig, schützt die Haut vor Nässe, lässt sich schlecht mit Wasser abwaschen. |
Spülmittel und Seife enthalten Tenside. Das sind Emulgatoren. Ihre Schwänze stecken sich in den Fettfleck, die Köpfe schauen ins Wasser. Das Fett wird in kleine Kügelchen verpackt (Mizellen) und mit dem Wasser weggespült. Nur mit Wasser geht das nicht, weil Wasser das Fett nicht „anfassen“ kann.
Öl und Wasser sind beide durchsichtig. In der Emulsion trifft das Licht aber auf Millionen winziger Tröpfchen und wird an jeder Grenzfläche in alle Richtungen abgelenkt (gestreut). Darum sieht die Mischung weiss und trüb aus. Das ist auch der Unterschied zur Lösung: Eine Lösung (Zuckerwasser) ist klar und homogen. Eine Emulsion ist trüb und heterogen (zwei Phasen, unter dem Mikroskop sichtbar).
Ein Öltropfen mit 1 cm Durchmesser hat die Oberfläche π · d² = 3.14 cm². Jetzt wird er in Tröpfchen von 1 µm (= 0.0001 cm) zerteilt.
Anzahl = (1 cm / 0.0001 cm)³ = (10⁴)³ = 10¹² Tröpfchen
Gesamtoberfläche = 10¹² · π · (0.0001 cm)² = 31 400 cm² ≈ 3.14 m²
Die Grenzfläche ist 10 000-mal grösser geworden: von der Grösse einer Münze zur Grösse einer Tischplatte. Darum können Verdauungsenzyme fein verteiltes Fett viel schneller angreifen (Aufgabe 5 mit den Gallensäuren). Und darum braucht es viel Emulgator, um diese riesige Fläche zu bedecken.
| Fachwort | Bedeutung |
|---|---|
| Emulsion | heterogenes Gemisch flüssig in flüssig (feine Tröpfchen) |
| Emulgator / Tensid | Stoff mit hydrophilem Kopf und lipophilem Schwanz, hält Emulsionen stabil |
| hydrophil | wasserliebend (griech. hydor = Wasser) |
| lipophil = hydrophob | fettliebend = wassermeidend (griech. lipos = Fett) |
| Grenzfläche | Berührungsfläche zwischen Öl und Wasser |
| Grenzflächenspannung | „Widerstand“ der beiden Flüssigkeiten, eine grosse gemeinsame Fläche zu bilden |
| Mizelle | Kügelchen aus Emulgator-Molekülen mit Fett im Inneren |
| Entmischung | Tröpfchen fliessen zusammen, die Emulsion trennt sich in zwei Schichten |
ZusatzfrageMayonnaise besteht zu 80 % aus Öl. Warum ist sie trotzdem eine O/W-Emulsion, und wie kannst du das prüfen?
Der Typ hängt nicht davon ab, wovon mehr da ist, sondern davon, welche Flüssigkeit aussen ist. Das Lecithin aus dem Eigelb umhüllt die Öltröpfchen, das Wasser (aus Eigelb, Essig, Zitronensaft) bildet die äussere Phase. Prüfen: Mayonnaise lässt sich mit Wasser verdünnen und vom Teller abwaschen → O/W.
ZusatzfrageWarum gerinnt („bricht“) eine Mayonnaise, wenn man das Öl zu schnell dazugiesst?
Es kommt mehr Öl dazu, als der Schwingbesen in feine Tröpfchen zerteilen und der Emulgator umhüllen kann. Die grossen Öltropfen fliessen zusammen, die Emulsion entmischt sich.
ZusatzfrageWarum kann man fettige Hände nicht nur mit Wasser sauber waschen, mit Seife aber schon?
Wasser und Fett mischen sich nicht, das Wasser perlt ab. Seife ist ein Tensid: Der lipophile Schwanz dringt ins Fett ein, der hydrophile Kopf bleibt im Wasser. Das Fett wird in Mizellen verpackt und weggespült.
ZusatzfrageOrdne zu (O/W oder W/O): Milch, Butter, Bodylotion, Babycrème, Mayonnaise.
O/W: Milch, Bodylotion, Mayonnaise. W/O: Butter, Babycrème.
ZusatzfrageWas ist der Unterschied zwischen einer Emulsion, einer Suspension und einer Lösung?
Emulsion: flüssig in flüssig, heterogen, trüb (Milch). Suspension: fest in flüssig, heterogen, setzt sich ab (Schlammwasser). Lösung: homogen, klar, nur eine Phase (Zuckerwasser).
Aufgabe 1Testen Sie, um welchen Emulsionstyp es sich bei der Handcrème handelt. Beobachtung und Testergebnis?
Möglicher Test 1 (Verdünnen): Etwas Crème in Wasser geben und rühren. Lässt sie sich gut mit Wasser verdünnen (milchige Flüssigkeit) → O/W.
Möglicher Test 2 (Fettfleck): Crème auf Papier streichen. Durchscheinender Fettfleck → W/O. Kein deutlicher Fettfleck → O/W.
Möglicher Test 3 (Farbstoff): Wasserlöslichen Farbstoff (z.B. Methylenblau) daraufgeben. Färbt sich die ganze Crème gleichmässig → Wasser ist aussen → O/W.
Ergebnis: Die selbst gemachte Handcrème ist eine O/W-Emulsion.
Aufgabe 2Stellen Sie alle Faktoren zusammen, die zur Wirkung des Emulgators (Tegomuls) beitragen.
Aufgabe 3Zeichnen Sie ein analoges Bild zur W/O-Emulsion.
Siehe Zeichnung oben rechts: Wassertröpfchen im Öl. Die Emulgator-Moleküle zeigen mit dem Kopf nach innen (ins Wassertröpfchen) und mit dem Schwanz nach aussen (ins Öl). Bei O/W ist es genau umgekehrt.
Aufgabe 4Nennen Sie mindestens zwei Gründe, weshalb die Crème unbrauchbar werden kann.
Aufgabe 5Gallensäuren verteilen Fett im Darm in feinste Tröpfchen, damit Enzyme (die nur im Wasser arbeiten) es verdauen können. Wie sind Gallensäure-Moleküle wohl aufgebaut?
Wie Emulgatoren (Tenside): Sie haben einen hydrophilen und einen lipophilen Teil. So umhüllen sie die Fetttröpfchen im wässrigen Darminhalt. Die Fetttröpfchen werden sehr klein → grosse Oberfläche → die Enzyme können gut angreifen.
Zuckergehalt (%) = m(Zucker) / m(Zuckerwasser) · 100 %
Idee des Praktikums: Gelöster Zucker macht eine Flüssigkeit dichter. Man stellt Zuckerlösungen mit 5, 10, 15, 20 % her und misst ihre Dichte. Die 4 Punkte im Diagramm ergeben eine Gerade: die Eichgerade. Danach misst man die Dichte eines Getränks (Kohlensäure vorher entfernen!) und liest den Zuckergehalt ab.
ÜbungDu löst 20 g Zucker in 230 g Wasser. Zuckergehalt?
m(Lösung) = 20 + 230 = 250 g. 20 / 250 · 100 % = 8 %.
ÜbungWie viel Zucker brauchst du für 200 g einer 15%igen Lösung?
0.15 · 200 g = 30 g Zucker und 170 g Wasser.
Übung100 ml Eistee wiegen 104.1 g. Dichte? Zuckergehalt ungefähr?
d = 104.1 g / 100 ml = 1.041 g/ml. Auf der Eichgerade: ca. 10 % Zucker.
FrageWarum muss man bei Cola die Kohlensäure vorher entfernen?
Die Gasbläschen verfälschen die Messung (sie nehmen Volumen ein, lassen das Aräometer steigen). Ausserdem geht man davon aus, dass nur der Zucker die Dichte verändert.
Hefezellen wandeln Zucker (Glucose) in Alkohol (Ethanol) und Kohlenstoffdioxid um. Bei ca. 15 Vol-% Ethanol sterben die Hefen ab, die Gärung hört auf. Will man mehr Alkohol (Schnaps, z.B. Baselbieter Kirsch), muss man destillieren („Schnapsbrennen“).
C₆H₁₂O₆ → 2 C₂H₅OH + 2 CO₂
Glucose → Ethanol + Kohlenstoffdioxid (mit Hefe)
Trennt flüssige Gemische über die unterschiedlichen Siedepunkte. Der Stoff mit dem tieferen Siedepunkt verdampft zuerst, im Kühler wird der Dampf wieder flüssig und tropft in die Vorlage (= Destillat).
Glaskörper mit Skala und Bleischrot unten. Schwimmt in der Flüssigkeit; die Dichte liest man an der Eintauchtiefe ab (Meniskus beachten!). Schnell, etwas ungenauer.
Glaskolben mit Stopfen mit feiner Kapillare, genaues Volumen. Leer wiegen, randvoll füllen (Überlauf abwischen), wieder wiegen. Masse = Differenz, Volumen steht drauf. Sehr genau.
| Schritt | Wozu? |
|---|---|
| Leeren 100-ml-Messkolben wiegen (m₀) | Um später die Masse des „Pseudoweins“ als Differenz zu berechnen. |
| Genau bis zur Marke mit 100 ml Wein füllen | Exaktes Ausgangsvolumen. Unterkante des Meniskus auf Augenhöhe. |
| 3 × mit 10 ml dest. Wasser nachspülen | Damit kein Alkohol im Messkolben zurückbleibt. |
| Siedesteinchen + Tannin | Siedesteine verhindern Siedeverzug (plötzliches Aufschäumen/Herausspritzen). Tannin vermindert Schaumbildung. |
| 5 ml NaOH-Lösung zugeben | Wandelt flüchtige Säuren (z.B. Essigsäure) in nicht flüchtige Salze um. Sonst würden sie mitdestillieren und die Dichte verfälschen. |
| Höchstens 95 °C, ca. 2 Tropfen pro Sekunde | Langsam destillieren, damit möglichst wenig Wasser mitkommt und kein Alkohol unkondensiert entweicht. |
| Bei ca. 30 ml Destillat aufhören | Dann ist praktisch aller Alkohol übergegangen. |
| Mit dest. Wasser auf genau 100 ml auffüllen, kühlen | „Pseudowein“: gleicher Alkohol wie im Wein, aber ohne Zucker, Farbstoffe, Säuren. Gleiches Volumen wie vorher, darum vergleichbar. Kühlen, weil die Dichte von der Temperatur abhängt. |
| Vol-% Ethanol | 0 | 2 | 4 | 6 | 8 | 10 | 12 | 14 | 16 | 18 | 20 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Dichte g/ml | 0.9982 | 0.9953 | 0.9925 | 0.9900 | 0.9876 | 0.9852 | 0.9829 | 0.9806 | 0.9784 | 0.9762 | 0.9739 |
Auswertung 1Berechnen Sie die Dichte des Pseudoweins.
m(Pseudowein) = m_E − m₀ = 152.797 g − 54.912 g = 97.885 g
d = m / V = 97.885 g / 100 ml = 0.979 g/ml
Auswertung 2Ermitteln Sie den Alkoholgehalt durch Interpolieren.
Interpolieren heisst: Der Wert liegt zwischen zwei Tabellenwerten, man schätzt anteilig.
0.979 liegt zwischen 14 % (0.9806) und 16 % (0.9784). Abstand 0.9806 → 0.9784 = 0.0022 für 2 %. Von 0.9806 bis 0.979 sind es 0.0016.
14 % + 0.0016/0.0022 · 2 % ≈ 14 % + 1.5 % = 15.5 %
Mit d = 0.981 (Wert im Blatt) erhält man ca. 13.3 %, genau wie im Blatt.
Auswertung 3Wie gross ist die Abweichung? (Formel: Differenz · 100 % / selbst ermittelter Wert)
Mit den Werten aus dem Blatt (13.3 % und Hersteller 11.5 %):
(13.3 − 11.5) · 100 % / 13.3 = 1.8 · 100 / 13.3 ≈ 13.5 %
Das ist eine grosse Abweichung.
Auswertung 3bWoher könnte die Abweichung stammen? Fehlerquellen?
Frage 1Weshalb kann man zur Bestimmung des Alkoholgehalts nicht direkt die Dichte des Weins ermitteln?
Wein ist ein Gemisch aus vielen Stoffen (Wasser, Alkohol, Zucker, Säuren, Farbstoffe …) in unbekannter Menge. Zucker erhöht die Dichte, Alkohol senkt sie. Die Dichte des Weins sagt also nichts Eindeutiges über den Alkohol. Darum destilliert man den Alkohol ab und misst ein reines Ethanol-Wasser-Gemisch.
Frage 2Wie ändert sich die Eintauchtiefe des Aräometers mit steigender Temperatur? Weshalb? (Teilchenebene)
Das Aräometer taucht tiefer ein. Grund: Bei höherer Temperatur bewegen sich die Teilchen schneller und brauchen mehr Platz → Volumen grösser bei gleicher Masse → Dichte kleiner → weniger Auftrieb → das Aräometer sinkt tiefer.
Frage 3Ist das Destillat rein? Begründung.
Nein. Die Siedepunkte von Ethanol (78 °C) und Wasser (100 °C) liegen nahe beieinander, und Wasser- und Alkoholteilchen ziehen sich stark an. Darum verdampft immer etwas Wasser mit (Azeotrop: maximal 96.5 % Ethanol). Auch Aromastoffe gehen mit.
Frage 4Nennen und erklären Sie zwei Vorgänge aus Alltag oder Technik, bei denen die Dichte eine Rolle spielt.
Frage 5Warum Vakuumdestillation bei hitzeempfindlichen Stoffen? Wie wirkt die Druckverminderung?
Bei geringerem Druck sind weniger Gasteilchen über der Flüssigkeit. Die Teilchen können leichter in die Gasphase übertreten → der Siedepunkt sinkt. So kann man bei tieferer Temperatur destillieren, und die hitzeempfindlichen Stoffe werden nicht zerstört.
Frage 6Alkoholgehalte verschiedener Getränke?
Bier 3–6 % (Starkbier bis 13 %), alkoholfreies Bier < 0.5 %, Wein 11–15 %, Schnaps 30–50 % (alles Vol-%).
Frage 7Welche Aufgabe haben die Glaswaren in diesem Versuch?
| Messkolben | genaues Volumen (100 ml) abmessen, Vorlage für das Destillat |
| Trichter | Wein ohne Verlust in den Siedekolben füllen |
| Siedekolben | Gemisch erhitzen |
| Claisen-Aufsatz | Verbindung Kolben–Kühler, hält das Thermometer |
| Thermometer | Temperatur des Dampfes messen |
| Liebig-Kühler | Dampf abkühlen und kondensieren |
| Vorstoss | Destillat in die Vorlage leiten |
| Schliffsicherung | hält die Glasverbindungen zusammen |
Physik untersucht alles, was nicht lebt (unbelebte Natur). Der Arbeitsprozess:
Naturphänomen → Frage → These (Hypothese) → Experiment → Auswertung
Damit alle Forscher weltweit gleich messen, gibt es das SI-Einheitensystem mit 7 Basisgrössen. Jede Basiseinheit ist heute über eine Naturkonstante festgelegt.
| Basisgrösse | Zeichen | Einheit | festgelegt durch |
|---|---|---|---|
| Zeit | t | s (Sekunde) | Schwingungsfrequenz des Cäsium-133-Atoms |
| Länge | l | m (Meter) | Lichtgeschwindigkeit c |
| Masse | m | kg (Kilogramm) | Planck'sches Wirkungsquantum h |
| Stoffmenge | n | mol (Mol) | Avogadro-Konstante N_A |
| Stromstärke | I | A (Ampère) | Elementarladung e |
| Temperatur | T | K (Kelvin) | Boltzmann-Konstante k_B |
| Lichtstärke | I_v | cd (Candela) | Lichtausbeute K_cd (Experiment) |
FrageIst „Dichte“ eine Basisgrösse?
Nein. Die Dichte ist aus Masse und Länge (Volumen = Länge³) zusammengesetzt, also eine abgeleitete Grösse mit der Einheit kg/m³.
Eine Zahl zwischen 1 und 10 mal eine Zehnerpotenz: a · 10ⁿ mit 1 ≤ a < 10
Signifikante Ziffern sind die Ziffern einer Messung, die man sicher messen kann. Sie zeigen, wie genau gemessen wurde.
| Angabe | sig. Ziffern | Bedeutung |
|---|---|---|
| Seil ist 5 m lang | 1 | auf etwa 1 m genau |
| Seil ist 5.0 m lang | 2 | auf 0.1 m genau |
| Seil ist 5.00 m lang | 3 | auf 1 cm genau |
| 0.0042 kg | 2 | Nullen vorne zählen nicht |
| 2.4 · 10⁴ kg | 2 | Zehnerpotenz zählt nicht |
AufgabeEine Betonwand hat ein Volumen von 10.4 m³, der flüssige Beton eine Dichte von 2345 kg/m³. Welche Masse hat der Beton?
| Gegeben | V = 10.4 m³ (3 sig. Ziffern), ρ = 2345 kg/m³ (4 sig. Ziffern) |
|---|---|
| Gesucht | m |
| Formel | ρ = m / V ⇔ m = ρ · V |
| Rechnung | m = 2345 kg/m³ · 10.4 m³ = 24 388 kg |
| Einheit | kg/m³ · m³ = kg (m³ kürzt sich) |
| Runden | V hat nur 3 sig. Ziffern → Resultat 3 sig. Ziffern: m = 2.44 · 10⁴ kg (≈ 24.4 Tonnen) |
ÜbungSchreibe wissenschaftlich: 0.00052 m und 6 370 000 m (Erdradius).
5.2 · 10⁻⁴ m und 6.37 · 10⁶ m.
ÜbungEin Stein: m = 245.6 g, V = 92 cm³. Dichte mit richtiger Anzahl sig. Ziffern?
245.6 / 92 = 2.6695… V hat nur 2 sig. Ziffern → ρ = 2.7 g/cm³.
ÜbungWie viele sig. Ziffern: 0.0300 · 120.5 · 7 · 10³?
0.0300 → 3 · 120.5 → 4 · 7 · 10³ → 1.
Statt vieler Nullen schreibt man eine Vorsilbe vor die Einheit. Beispiel: Julians MacBook hat 256 GB = 2.56 · 10¹¹ Byte. „Giga“ bedeutet 10⁹, also 2.56 · 10² Gigabyte = 256 GB. (1 Byte = 8 Bit.)
| Faktor | Vorsilbe | Zeichen | Beispiel |
|---|---|---|---|
| 10¹⁸ | Exa | E | weltweite Datenströme |
| 10¹⁵ | Peta | P | Rechenzentren |
| 10¹² | Tera | T | 8-Terabyte-Festplatte |
| 10⁹ | Giga | G | Lichtgeschwindigkeit 3 · 10⁸ m/s = 0.3 Gm/s |
| 10⁶ | Mega | M | Erdumfang ca. 40 Mm (= 40 000 km) |
| 10³ | Kilo | k (klein!) | Kilometer, Kilogramm |
| 10² | Hekto | h | Hektoliter, Luftdruck in Hektopascal |
| 10¹ | Deka | da | 1 dag = 10 g |
| 10⁻¹ | Dezi | d | Deziliter, Dezimeter |
| 10⁻² | Zenti | c | Zentimeter |
| 10⁻³ | Milli | m | Millimeter, Milliliter |
| 10⁻⁶ | Mikro | µ | Bakterium ca. 1 µm |
| 10⁻⁹ | Nano | n | Haare wachsen ca. 5 nm pro Sekunde |
| 10⁻¹² | Piko | p | Atomdurchmesser ca. 100 pm (= 0.1 nm) |
ÜbungRechne um: 3.5 km in m · 250 mg in g · 0.4 µm in nm · 2 GB in Byte.
3500 m · 0.25 g · 400 nm · 2 · 10⁹ Byte.
Masse, Stoffmenge, Dichte, Energie, Temperatur, Zeit.
Kraft, Gewicht(skraft), Geschwindigkeit, Beschleunigung.
v⃗ = (x | y) → |v⃗| = √(x² + y²)
Beispiel Heft: v⃗ = (2 | 4) → |v⃗| = √(4 + 16) = √20 ≈ 4.47
Der Tacho zeigt nicht die Geschwindigkeit, sondern nur ihren Betrag (das „Tempo“). Sprache: Geschwindigkeit v⃗ = Vektor. Tempo |v⃗| = Skalar.
Frage (Heft S. 29)Sie fahren mit konstant 60 km/h durch eine Kurve. Ändert sich die Geschwindigkeit?
Ja. Der Betrag (60 km/h) ändert sich nicht, aber die Richtung. Weil die Geschwindigkeit ein Vektor aus Betrag und Richtung ist, ändert sie sich. Jede Änderung der Geschwindigkeit ist eine Beschleunigung. Darum spürt man in der Kurve eine Kraft zur Seite.
ÜbungBerechne den Betrag von a⃗ = (3 | 4) und b⃗ = (−6 | 8).
|a⃗| = √(9 + 16) = √25 = 5. |b⃗| = √(36 + 64) = √100 = 10.
ÜbungSkalar oder Vektor: Temperatur, Kraft, Zeit, Wind, Volumen?
Skalar: Temperatur, Zeit, Volumen. Vektor: Kraft, Wind (Windgeschwindigkeit hat eine Richtung).
| Was | Formel / Regel |
|---|---|
| Dichte | ρ = m / V · m = ρ·V · V = m/ρ |
| Umrechnung Dichte | kg/m³ : 1000 = g/cm³ (1 ml = 1 cm³) |
| Temperatur | T(K) = ϑ(°C) + 273.15 |
| Massenprozent | % = m(gelöst) / m(Lösung) · 100 % |
| Abweichung | (Differenz / eigener Wert) · 100 % |
| Gärung | C₆H₁₂O₆ → 2 C₂H₅OH + 2 CO₂ |
| Betrag Vektor | |v⃗| = √(x² + y²) |
| Wiss. Schreibweise | a · 10ⁿ, 1 ≤ a < 10 |
| Sig. Ziffern | Resultat so genau wie die ungenaueste Angabe |
| Plateau im Diagramm | Energie überwindet Anziehungskräfte, Temperatur bleibt gleich |
| Verdunsten | unter dem Siedepunkt, schnellste Teilchen an der Oberfläche, Kälte |
| Löslichkeit | Gleiches löst Gleiches · immer mit Lösungsmittel + Temperatur angeben |
| Emulgator | hydrophiler Kopf + lipophiler Schwanz, Film um Tröpfchen |
| Destillation | trennt Flüssigkeiten nach Siedepunkt · Azeotrop 96.5 % Ethanol |
| Wasser / Ethanol | Sdp. 100 °C / 78.3 °C · ρ 1.00 / 0.789 g/cm³ |
So gehst du vor: Nimm Papier, Stift und Taschenrechner. Stell einen Timer auf 75 Minuten und löse alle Aufgaben, ohne im Heft nachzuschauen. Danach klappst du die Lösungen auf, korrigierst dich und trägst deine Punkte ein. Unten siehst du deine Note.
Aufgabe 1 · 6 PTeilchenmodell
a) Nenne vier Eigenschaften von Teilchen nach dem Teilchenmodell. (2 P)
b) Beschreibe für fest, flüssig und gasförmig je die Anordnung der Teilchen und die Stärke der Anziehungskräfte. (3 P)
c) Warum lässt sich eine Flüssigkeit nicht zusammendrücken? (1 P)
a) Je ½ P, z.B.: haben Masse · haben Volumen (Kugeln) · dazwischen ist leerer Raum · Teilchen eines Reinstoffs sind gleich · zwischen ihnen wirken Anziehungskräfte · sie sind ständig in Bewegung.
b) fest: feste Plätze, berühren sich, starke Kräfte (1 P). flüssig: berühren sich, gegeneinander verschiebbar, mittlere Kräfte (1 P). gasförmig: grosse Abstände, frei beweglich, keine Kräfte (1 P).
c) Die Teilchen berühren sich bereits, es gibt keinen freien Platz zwischen ihnen (1 P).
Aufgabe 2 · 7 PErwärmungskurve von Wasser
a) Gib T₁ und T₂ in Kelvin und in °C an. (2 P)
b) Welcher Aggregatzustand liegt in A, C und E vor? Was geschieht in B und D? (2.5 P)
c) Erkläre mit dem Teilchenmodell, warum die Temperatur in B nicht steigt. (1.5 P)
d) Warum ist D viel länger als B? (1 P)
a) T₁ = 273.15 K = 0 °C · T₂ = 373.15 K = 100 °C (je 1 P).
b) A fest · C flüssig · E gasförmig · B Schmelzen · D Sieden/Verdampfen (je ½ P).
c) Die zugeführte Energie wird gebraucht, um die Anziehungskräfte zwischen den Teilchen zu überwinden (1 P). Die Teilchen werden dabei nicht schneller, darum bleibt die Temperatur gleich (½ P).
d) Beim Sieden müssen die Anziehungskräfte ganz überwunden werden (Teilchen trennen sich vollständig), das braucht viel mehr Energie: 2257 statt 334 kJ/kg (1 P).
Aufgabe 3 · 6 PVerdunsten und Teilchengeschwindigkeit
a) Ein Tropfen Aceton (Siedepunkt 56 °C) verschwindet auf der 36 °C warmen Haut und fühlt sich kalt an. Erkläre beide Beobachtungen mit dem Teilchenmodell. (3 P)
b) Wie verändert sich die Geschwindigkeitsverteilung eines Gases, wenn die Temperatur steigt? Nenne zwei Veränderungen. (2 P)
c) Welches Gas ist bei 0 °C schneller: H₂ oder Cl₂? Begründe. (1 P)
a) Nicht alle Teilchen sind gleich schnell (1 P). Die schnellsten Teilchen an der Oberfläche überwinden die Anziehungskräfte und verlassen die Flüssigkeit, auch unter dem Siedepunkt = Verdunsten (1 P). Sie nehmen Energie mit, die der Haut entzogen wird → kalt (1 P).
b) Das Maximum wandert nach rechts zu höheren Geschwindigkeiten (1 P). Die Kurve wird flacher und breiter (1 P).
c) H₂, weil seine Teilchen eine viel kleinere Masse haben (1 P).
Aufgabe 4 · 4 PStoffeigenschaften
a) Was ist der Unterschied zwischen einer physikalischen und einer chemischen Eigenschaft? (2 P)
b) Ordne zu: Dichte, Brennbarkeit, Siedetemperatur, Verkohlung. (2 P)
a) Physikalisch: messbar, die Messung verändert den Stoff nicht (1 P). Chemisch: die Untersuchung verändert den Stoff (1 P).
b) Physikalisch: Dichte, Siedetemperatur. Chemisch: Brennbarkeit, Verkohlung (je ½ P).
Aufgabe 5 · 9 PDichte
a) Ein Metallwürfel mit 3.0 cm Kantenlänge wiegt 72.9 g. Berechne die Dichte und bestimme das Metall. (3 P)
b) Rechne 7870 kg/m³ in g/cm³ um. (1 P)
c) Welche Masse haben 0.50 Liter Ethanol? (2 P)
d) Welches Volumen hat 1.00 kg Quecksilber? (2 P)
e) Eine Flüssigkeit wird erwärmt. Taucht das Aräometer tiefer oder weniger tief ein? (1 P)
a) V = 3.0 cm · 3.0 cm · 3.0 cm = 27 cm³ (1 P). ρ = 72.9 g / 27 cm³ = 2.7 g/cm³ (1 P) → Aluminium (1 P).
b) 7870 : 1000 = 7.87 g/cm³ (1 P).
c) V = 500 cm³ (½ P). m = ρ · V = 0.789 g/cm³ · 500 cm³ = 394.5 g ≈ 3.9 · 10² g (1½ P).
d) V = m / ρ = 1000 g / 13.55 g/cm³ = 73.8 cm³ (2 P).
e) Tiefer, weil die Dichte beim Erwärmen sinkt (1 P).
Aufgabe 6 · 6 PStoffgemische
a) Definiere „Phase“ und erkläre den Unterschied zwischen homogen und heterogen. (2 P)
b) Gib den Fachnamen an: Messing · Schlammwasser · Nebel · Salzwasser · Rasierschaum · Zigarettenrauch · Granit · Luft. (4 P)
a) Phase = Bereich mit überall gleicher Stoffzusammensetzung (1 P). Homogen: nur eine Phase. Heterogen: mindestens zwei Phasen erkennbar (1 P).
b) Legierung · Suspension · Nebel/Aerosol · Lösung · Schaum · Rauch · Gemenge · Gasgemisch (je ½ P).
Aufgabe 7 · 4 PLöslichkeit
a) Kochsalz und Iod werden je mit Wasser und mit Benzin geschüttelt. Was beobachtet man? (2 P)
b) In einem Reagenzglas sind Wasser und Benzin. Welche Flüssigkeit ist oben und warum? (1 P)
c) Welche zwei Angaben gehören zwingend zu einer Löslichkeitsangabe? (1 P)
a) Kochsalz löst sich in Wasser, nicht in Benzin (1 P). Iod löst sich kaum in Wasser, aber gut in Benzin (violett) (1 P).
b) Benzin, weil es die kleinere Dichte hat und sich nicht mit Wasser mischt (1 P).
c) Lösungsmittel und Temperatur (1 P).
Aufgabe 8 · 8 PEmulsionen und Emulgatoren
a) Was ist eine Emulsion? Nenne zwei Beispiele. (2 P)
b) Zeichne ein Emulgator-Molekül und beschrifte die beiden Teile mit Fachbegriffen. (2 P)
c) Erkläre, wie ein Emulgator eine O/W-Emulsion stabil hält. (2 P)
d) Du hast eine unbekannte Crème. Beschreibe einen Test, um O/W und W/O zu unterscheiden. (1 P)
e) Warum wird Geschirr mit Spülmittel sauber, nur mit Wasser aber nicht? (1 P)
a) Heterogenes Gemisch aus zwei nicht mischbaren Flüssigkeiten, eine ist in feinen Tröpfchen in der anderen verteilt (1 P). Z.B. Milch, Handcrème, Mayonnaise, Butter (1 P).
b) Kopf = hydrophil (wasserliebend) (1 P), Schwanz = lipophil / hydrophob (fettliebend) (1 P).
c) Die Moleküle setzen sich an die Grenzfläche: Schwanz im Öltröpfchen, Kopf im Wasser (1 P). Sie bilden eine Hülle um jedes Tröpfchen und senken die Grenzflächenspannung, die Tröpfchen können nicht zusammenfliessen (1 P).
d) Mit Wasser verdünnbar → O/W. Oder: durchscheinender Fettfleck auf Papier → W/O (1 P).
e) Die Tenside im Spülmittel stecken mit dem Schwanz im Fett und mit dem Kopf im Wasser, verpacken das Fett in Mizellen, und es wird weggespült (1 P).
Aufgabe 9 · 9 PDestillation und Alkoholgehalt
a) Auf welcher Stoffeigenschaft beruht die Destillation? (1 P)
b) Welche Aufgabe haben Siedesteinchen, NaOH-Lösung und Liebig-Kühler? (3 P)
c) Leerer Messkolben: 52.30 g. Messkolben mit 100 ml Pseudowein: 150.56 g. Berechne die Dichte und bestimme den Alkoholgehalt durch Interpolieren. (3 P)
d) Der Hersteller gibt 12.5 Vol-% an. Berechne die Abweichung in Prozent. (1 P)
e) Warum kann man durch Destillation keinen 100%igen Alkohol herstellen? (1 P)
a) Auf den unterschiedlichen Siedepunkten (1 P).
b) Siedesteinchen: verhindern Siedeverzug (1 P). NaOH: wandelt flüchtige Säuren in nicht flüchtige Salze um (1 P). Kühler: kühlt den Dampf ab, er kondensiert (1 P).
c) m = 150.56 g − 52.30 g = 98.26 g (1 P). d = 98.26 g / 100 ml = 0.9826 g/ml (1 P). Zwischen 12 % (0.9829) und 14 % (0.9806): 12 % + 0.0003/0.0023 · 2 % ≈ 12.3 Vol-% (1 P).
d) (12.5 − 12.3) · 100 % / 12.3 ≈ 1.6 % (1 P).
e) Ethanol und Wasser bilden ein Azeotrop (96.5 % Ethanol), das gemeinsam bei 78.2 °C siedet (1 P).
Aufgabe 10 · 3 PZuckergehalt
a) 12 g Zucker werden in 138 g Wasser gelöst. Berechne den Zuckergehalt in Massenprozent. (2 P)
b) Was ist eine Eichgerade? (1 P)
a) m(Lösung) = 150 g (1 P). 12 / 150 · 100 % = 8 % (1 P).
b) Eine Gerade durch Messpunkte von Lösungen mit bekanntem Gehalt (Dichte gegen Konzentration). Damit liest man den Gehalt einer unbekannten Probe aus ihrer Dichte ab (1 P).
Aufgabe 11 · 8 PPhysik
a) Schreibe wissenschaftlich: 45 600 000 m und 0.000 72 kg. (2 P)
b) Wie viele signifikante Ziffern haben 0.0450 m und 3.20 · 10⁵ s? (1 P)
c) Rechne um: 4.2 km in m und 350 µm in mm. (1 P)
d) Ein Goldbarren hat das Volumen 64.7 cm³. Berechne seine Masse mit der richtigen Anzahl signifikanter Ziffern. (2 P)
e) Berechne den Betrag von v⃗ = (3 | −4). (1 P)
f) Ein Auto fährt mit konstant 50 km/h durch eine Kurve. Ist es beschleunigt? Begründe. (1 P)
a) 4.56 · 10⁷ m · 7.2 · 10⁻⁴ kg (je 1 P).
b) 3 und 3 (je ½ P).
c) 4200 m · 0.35 mm (je ½ P).
d) m = ρ · V = 19.32 g/cm³ · 64.7 cm³ = 1250.0 g (1 P) → 3 signifikante Ziffern: 1.25 · 10³ g = 1.25 kg (1 P).
e) √(3² + (−4)²) = √25 = 5 (1 P).
f) Ja. Die Richtung der Geschwindigkeit ändert sich, und die Geschwindigkeit ist ein Vektor. Jede Änderung ist eine Beschleunigung (1 P).
| Punkte | 70 | 63 | 56 | 49 | 42 | 35 | 28 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Note | 6 | 5.5 | 5 | 4.5 | 4 | 3.5 | 3 |
In der Prüfung kommen bei den Rechnungen fast immer dieselben Aufgabentypen. Hier sind alle Typen mit einem vorgerechneten Beispiel und Übungen mit Lösung.
| Grösse | Formel | Einheit |
|---|---|---|
| Dichte | ρ = m / V | g/cm³ = g/ml · kg/m³ |
| Massenanteil (Massenprozent) | w = m(Stoff) / m(Lösung) · 100 % | % |
| Masse der Lösung | m(Lösung) = m(Stoff) + m(Lösungsmittel) | g |
| Massenkonzentration | β = m(Stoff) / V(Lösung) | g/l |
| Volumenanteil (Vol-%) | φ = V(Stoff) / V(Getränk) · 100 % | % |
| Dichte und Prozent zusammen | m(Lösung) = ρ · V, dann m(Stoff) = w · m(Lösung) | g |
Ein Stein wiegt 135 g. In einem Messzylinder steigt das Wasser von 50 ml auf 100 ml. Welche Dichte hat der Stein?
Gegeben: m = 135 g, V₁ = 50 ml, V₂ = 100 ml
V = V₂ − V₁ = 100 ml − 50 ml = 50 ml = 50 cm³
ρ = m / V = 135 g / 50 cm³ = 2.7 g/cm³
A1Ein Eisenwürfel hat die Kantenlänge 2.0 cm. Welche Masse hat er? (ρ = 7.87 g/cm³)
V = 2.0 cm · 2.0 cm · 2.0 cm = 8.0 cm³
m = ρ · V = 7.87 g/cm³ · 8.0 cm³ = 62.96 g ≈ 63 g
A2Ein Goldring wiegt 9.66 g. Welches Volumen hat er? (ρ = 19.32 g/cm³)
V = m / ρ = 9.66 g / 19.32 g/cm³ = 0.500 cm³
A30.50 Liter Speiseöl wiegen 460 g. Berechne die Dichte in g/cm³ und in kg/m³.
V = 0.50 l = 500 cm³
ρ = 460 g / 500 cm³ = 0.92 g/cm³ = 920 kg/m³
A4Ein Metallquader ist 10 cm lang, 5.0 cm breit und 2.0 cm hoch und wiegt 890 g. Aus welchem Metall könnte er sein?
V = 10 cm · 5.0 cm · 2.0 cm = 100 cm³
ρ = 890 g / 100 cm³ = 8.9 g/cm³ → Kupfer (8.96 g/cm³)
A5Eine „goldene“ Krone wiegt 1000 g und verdrängt 64.8 ml Wasser. Ist sie aus reinem Gold?
ρ = 1000 g / 64.8 cm³ = 15.4 g/cm³
Reines Gold hat 19.3 g/cm³. Die Krone hat eine kleinere Dichte, sie ist also nicht aus reinem Gold (eine Legierung mit einem leichteren Metall). Das ist die berühmte Geschichte von Archimedes.
A6Ein Kunststoffwürfel wiegt 30 g und hat das Volumen 25 cm³. Ein Holzklotz wiegt 30 g bei 50 cm³. Welcher schwimmt auf Wasser?
Kunststoff: 30 g / 25 cm³ = 1.2 g/cm³ → grösser als 1.0 → sinkt
Holz: 30 g / 50 cm³ = 0.60 g/cm³ → kleiner als 1.0 → schwimmt
A7Ein Zimmer ist 5.0 m lang, 4.0 m breit und 2.5 m hoch. Welche Masse hat die Luft darin? (ρ = 1.2 kg/m³)
V = 5.0 m · 4.0 m · 2.5 m = 50 m³
m = ρ · V = 1.2 kg/m³ · 50 m³ = 60 kg
Die Luft im Zimmer wiegt so viel wie ein Mensch!
15 g Salz werden in 185 g Wasser gelöst. Wie viel Prozent Salz enthält die Lösung?
m(Lösung) = 15 g + 185 g = 200 g
w = m(Salz) / m(Lösung) · 100 % = 15 g / 200 g · 100 % = 7.5 %
Zu 200 g einer 10%igen Zuckerlösung gibst du 300 g Wasser. Wie viel Prozent hat die neue Lösung?
m(Zucker) = 0.10 · 200 g = 20 g (bleibt gleich!)
m(Lösung neu) = 200 g + 300 g = 500 g
w = 20 g / 500 g · 100 % = 4.0 %
B1Wie viel Zucker und wie viel Wasser brauchst du für 250 g einer 12%igen Zuckerlösung?
m(Zucker) = 0.12 · 250 g = 30 g
m(Wasser) = 250 g − 30 g = 220 g
B2Du hast 40 g Salz und willst eine 8%ige Lösung herstellen. Wie viel Wasser brauchst du?
m(Lösung) = m(Salz) / w = 40 g / 0.08 = 500 g
m(Wasser) = 500 g − 40 g = 460 g
B3Du mischst 100 g einer 5%igen mit 300 g einer 15%igen Salzlösung. Wie viel Prozent hat die Mischung?
m(Salz) = 0.05 · 100 g + 0.15 · 300 g = 5 g + 45 g = 50 g
m(Lösung) = 100 g + 300 g = 400 g
w = 50 g / 400 g · 100 % = 12.5 %
B4500 g Meerwasser (3.5 % Salz) werden vollständig eingedampft. Wie viel Salz bleibt zurück?
m(Salz) = 0.035 · 500 g = 17.5 g
B5Aus 400 g einer 5%igen Lösung verdunsten 150 g Wasser. Wie viel Prozent hat die Lösung jetzt?
m(Stoff) = 0.05 · 400 g = 20 g (bleibt)
m(Lösung neu) = 400 g − 150 g = 250 g
w = 20 g / 250 g · 100 % = 8.0 %
B6Eine Infusionslösung enthält 9.0 g Kochsalz pro Liter. Wie viel Salz ist in einem 250-ml-Beutel?
β = 9.0 g/l, V = 0.250 l
m = β · V = 9.0 g/l · 0.250 l = 2.25 g ≈ 2.3 g
B7Löslichkeit von Kochsalz bei 20 °C: 35.9 g in 100 g Wasser. a) Wie viel Prozent hat die gesättigte Lösung? b) Du gibst 40.0 g Salz in 100 g Wasser. Was passiert? c) Wie viel Salz löst sich höchstens in 250 g Wasser?
a) w = 35.9 g / (35.9 g + 100 g) · 100 % = 35.9 / 135.9 · 100 % = 26.4 %
b) 35.9 g lösen sich, 40.0 g − 35.9 g = 4.1 g bleiben als Bodensatz
c) 35.9 g · 250 / 100 = 89.8 g
Achtung bei a): nicht 35.9 %! Geteilt wird durch die ganze Lösung.
B8Eine Flasche Wein (750 ml) hat 12 Vol-% Alkohol. Wie viele ml und wie viele Gramm Ethanol enthält sie? (ρ = 0.789 g/ml)
V(Ethanol) = 0.12 · 750 ml = 90 ml
m = ρ · V = 0.789 g/ml · 90 ml = 71 g
Das ist der schwierigste Typ. Der Trick: Prozent gilt für Massen, nicht für Volumen. Wenn ein Volumen gegeben ist, rechnest du zuerst mit der Dichte in Masse um.
200 ml einer 10%igen Zuckerlösung haben die Dichte 1.04 g/ml. Wie viel Zucker ist darin?
Schritt 1: m(Lösung) = ρ · V = 1.04 g/ml · 200 ml = 208 g
Schritt 2: m(Zucker) = w · m(Lösung) = 0.10 · 208 g = 20.8 g
Falsch wäre: 10 % von 200 = 20 g. Das Volumen ist keine Masse!
C1Eine 0.5-Liter-Flasche Cola hat die Dichte 1.042 g/ml und enthält 10.6 % Zucker. Wie viel Zucker trinkst du? Wie viele Würfelzucker (je 4 g) sind das?
m(Cola) = 1.042 g/ml · 500 ml = 521 g
m(Zucker) = 0.106 · 521 g = 55.2 g
55.2 g / 4 g ≈ 14 Würfelzucker
C2Du löst 30 g Salz in 170 g Wasser. Die fertige Lösung hat das Volumen 180 ml. Berechne a) den Massenanteil und b) die Dichte der Lösung.
m(Lösung) = 30 g + 170 g = 200 g
a) w = 30 g / 200 g · 100 % = 15 %
b) ρ = m / V = 200 g / 180 ml = 1.11 g/ml
Die Lösung ist dichter als Wasser, weil das Salz Masse bringt, aber kaum Volumen.
C3Eine 20%ige Salzlösung hat die Dichte 1.15 g/ml. Wie viel Gramm Salz enthält 1 Liter (Massenkonzentration in g/l)?
m(Lösung) = 1.15 g/ml · 1000 ml = 1150 g
m(Salz) = 0.20 · 1150 g = 230 g → β = 230 g/l
C4100 ml eines Sirups wiegen 107.1 g. Eichgerade: 15 % → 1.0592 g/ml, 20 % → 1.0810 g/ml. a) Zuckergehalt? b) Wie viel Zucker ist in den 100 ml?
ρ = 107.1 g / 100 ml = 1.071 g/ml
a) 15 % + (1.0710 − 1.0592) / (1.0810 − 1.0592) · 5 % = 15 % + 0.0118 / 0.0218 · 5 % ≈ 17.7 %
b) m(Zucker) = 0.177 · 107.1 g = 19.0 g
C5Wie viele ml einer 10%igen Zuckerlösung (ρ = 1.04 g/ml) musst du abmessen, damit genau 26 g Zucker darin sind?
m(Lösung) = m(Zucker) / w = 26 g / 0.10 = 260 g
V = m / ρ = 260 g / 1.04 g/ml = 250 ml
C6Du mischst 50.0 ml Ethanol (ρ = 0.789 g/ml) mit 50.0 ml Wasser (ρ = 1.00 g/ml). Das Gemisch hat nur 96.5 ml. a) Masse der Mischung? b) Dichte? c) Massenprozent Ethanol? d) Warum fehlen 3.5 ml?
a) m = 0.789 g/ml · 50.0 ml + 1.00 g/ml · 50.0 ml = 39.45 g + 50.0 g = 89.45 g ≈ 89.5 g
b) ρ = 89.45 g / 96.5 ml = 0.927 g/ml
c) w = 39.45 g / 89.45 g · 100 % = 44.1 %
d) Teilchenmodell: Die kleinen Wasserteilchen schlüpfen in die Lücken zwischen den grösseren Ethanolteilchen, und die beiden Teilchensorten ziehen sich stark an (Volumenkontraktion). Wie wenn man Erbsen und Sand mischt. Die Masse bleibt aber erhalten.
C7Im Praktikum: Leerer 100-ml-Messkolben 48.20 g, gefüllt mit Eistee 152.10 g. Laut Eichgerade entspricht 1.039 g/ml einem Zuckergehalt von 10 %. Wie viel Zucker ist in einer 0.33-l-Dose?
m = 152.10 g − 48.20 g = 103.90 g
ρ = 103.90 g / 100 ml = 1.039 g/ml → 10 % Zucker
m(Dose) = 1.039 g/ml · 330 ml = 342.9 g
m(Zucker) = 0.10 · 342.9 g = 34 g